Putzfimmel – das kommt männlichen Wesen selten in die Tüte

Frauen sind bekanntlich anders als Männer. Das mit den äußerlichen und auch sonstigen Unterschieden ist wahrlich nix Neues. Und diese kleinen, aber feinen Unterschiede sind ja auch „das Salz in der Lebenssuppe“. Nicht so prickelnd ist nach einer neuen Forsa-Umfrage der Techniker Krankenkasse allerdings der wirklich frappierende Unterschied von Männlein und Weiblein im Bereich der Mund- und Zahnhygiene. Denn hier „outen“ sich die Herren der Schöpfung zu häufig anzutreffenden, echten Zahnputzmuffeln. Die Umfrage ergab, dass sich Minimum vier von fünf Befragten BundesbürgerInnen regelmäßig morgens und abends die Zähne putzen. Schlappe 13 Prozent gönnen sich zusätzlich mittags eine erfrischende Runde Zahnpflege. Allerdings wollen wir mal nicht so sein, und diese „Mittags-nie“ Putzer etwas vernachlässigen. Vielleicht könnten Sie ja künftig nach dem Mittagsmahl den Mundraum ausgiebig mit Wasser durchspülen oder ab und an mal ein Zahnpflege-Kaugummi kauen. Dies ist in jedem Fall besser als gar nichts. Leider errechneten die Umfrage-Profis im Umkehrschluss aus dem Zahlenmaterial auch noch den wirklichen Supergau: Demnach putzt sich nämlich morgens nur jeder Siebte und abends sogar nur jeder Fünfte regelmäßig die Zähne – IGITT! Und: Die abendlichen „Pflegefälle“ sind zu einem Viertel männlichen Ursprungs. Sie putzen – noch mal IGITT! - zu dieser Tageszeit mal lieber gar nicht ihre Beißerchen. Das ist in dieser ach so hygienischen Zeit doch wirklich ein Armuts-Zeugnis, oder? Wie die Umfrage ergab, wird die Zahnreinigung allerdings nicht bewusst nicht gemacht, sondern meist schlichtweg vergessen. Und das im Schnitt von jedem Vierten der Befragten sogar mehrmals im Monat. Um Ausreden sind die Vergesslichen nicht verlegen: 29 Prozent sind einfach zu müde, 23 Prozent haben gar nicht mehr dran gedacht und 22 Prozent hatten einfach keine Zeit. Ein kleiner Lichtblick im Zahnpflege-Disaster: Menschen, die großen Wert auf das Aussehen ihrer Zähne legen, pflegen diese auch viel intensiver. Da hilft den (vor allem männlichen) Vertretern der im wahrsten Sinn des Wortes „Muffel-Fraktion“ nur eins: Öfter mal einen zahnkritischen Blick in den Spiegel. Dann klappt das auch mit der regelmäßigen Putzerei.

(Meldung vom 18.09.2009)

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