Qual der Wahl: Die richtige Zahnbürste

"Zunächst einmal ist eines extrem wichtig: Nicht die Wahl der richtigen Zahnbürste ist maßgeblich entscheidend für gesunde Zähne und ein vitales Zahnfleisch. Vielmehr ist es der regelmäßige und richtige Gebrauch des Putzinstrumentes, welches über Karies oder Nicht-Karies entscheidet. Dennoch sollte eine Zahnbürste einige Eigenschaften haben, die wir Ihnen gern nahebringen möchten:

  • Der Bürstenkopf sollte eher klein und nicht zu klobig ausfallen, damit Sie die Chance haben, alle Ecken und Winkel Ihres Mundraumes ohne Probleme zu erreichen.
  • Die Borsten sollten in jedem Fall abgerundet sein, um vor Verletzungen des Zahnfleisches zu schützen. Mit bloßem Auge ist das in der Verpackung allerdings meist nicht zu erkennen. Seriöse Anbieter weisen daher auf der Verpackung auf diese wichtige Kleinigkeit hin.
  • Zahnmediziner empfehlen in der Regel die sogenannten Multituftbürsten (auch Viel-Büschel-Bürsten genannt). Ihr Borstenfeld ist eben und besteht aus parallelen, eng stehenden Borstenbüscheln. Wissenschaftliche Studien haben allerdings mittlerweile gezeigt, dass auch andere Borsten-Anordnungen nicht schlechter sind. Auch hier steht die regelmäßig Nutzung der Bürste eher im Vordergrund, als die Anordnung der Borsten.
  • Harte Borsten – weiche Borsten? Testen Sie für sich die verschiedenen Härtegrade und entscheiden Sie sich für die für Sie angenehmste Variante. Zahnärzte empfehlen bei freiliegenden Zahnhälsen eher den Einsatz weicher Borsten. Die härteren Exemplare bleiben dem „Ab- und Zu-Einsatz“ vorbehalten, um auch mal hartnäckigeren Belägen beizukommen.
  • Wählen Sie aus hygienischen Gründen Kunststoffborsten. In Naturborsten können sich wesentlich leichter Bakterien einnisten. Außerdem ermüden Naturborsten schneller, zerfasern an den Spitzen und können daher eher zu Verletzungen des Zahnfleisches führen.
  • Der Griff der Bürste sollte angenehm in der Hand liegen und mit einer „Rutsch-Bremse“ ausgestattet sein. Bei Kinderzahnbürsten sollte zudem unbedingt beachtet werden, dass der Griff umso dicker ausfallen muss, je kleiner die Hand des Kindes ist.
  • Ein Bürstenwechsel ist fällig, wenn sich die ersten Borsten zur Seite biegen. Aufgrund unterschiedlich kräftigen Einsatz der Putzinstrumente kann das schlecht an einen bestimmten Zeitraum festgemacht werden. In der Regel wird es sich aber etwa um den Zeitraum von etwa zwei Monaten bewegen.
  • Nach einem schweren Infekt, sollten Sie einen Wechsel der Zahnbürste in jedem Fall in Betracht ziehen – egal, wie lange Sie das Gerät schon in Nutzung haben. So können Sie verhindern, sich stets aufs Neue mit Ihren „alten“ Bakterien und Viren selbst wieder anzustecken.
Die Entscheidung, ob es nun eine herkömmliche Hand- oder doch die innovative Elektrobürste sein muss, können auch allein Sie selbst bzw. Ihr Nachwuchs treffen. Probieren Sie einfach aus, was Ihnen oder Ihrem Kind eher liegt. In jedem Fall sollte der Borstenkopf des elektrischen Gerätes für Ihre Kinder nicht zu groß sein. Die Geräte mit der innovativen Schalltechnik (zum Beispiel von Philips oder Braun) kommen damit für die Kleinen in jedem Fall schon mal nicht in Frage, da es für diese Bürsten ausschließlich längliche, große Bürstenköpfe gibt. Sie sind für die engen Verhältnisse im Kindermund schlichtweg zu groß."

(Meldung vom 05.08.2009)

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