Karies und Colakonsum - zwei Übeltäter treffen aufeinander

"Gehören Sie zu den Liebhabern der braunen, anregenden Brause mit Namen Coca-, Sinalco-, Pepsi- oder sonst wie -Cola? Dann sollten Sie hier mal weiterlesen: Ein Gläschen in Ehren - das Sprichwort ist wohl allen ein Begriff. Mal ein Gläschen Alkohol oder auch mal eins mit der oben genannten braunen Limo ist überhaupt kein Ding: Gönnen Sie es sich und genießen Sie es in vollen Zügen. Wenn der Konsum der Koffein-Limo (oder des Alkohols) allerdings ins Exzessive abdriftet, sollten Sie sich schon einmal Gedanken machen, warum Sie das braune Zeug oder das alkoholische Getränk unbedingt benötigen. Das Schlimmste an der süßen Brause ist, dass sie durch ihre Inhaltsstoffe dem Körper maximal den Mineralstoff Kalium entzieht. Im menschlichen Körper ist Kalium in Zusammenarbeit mit Natrium für den Wasserhaushalt, für die Reiz-Übertragung in den Muskel- und Nervenzellen und für den Eiweiß-Stoffwechsel zuständig. Nimmt man also nicht nur ab und an, sondern immer öfter etwas zuviel Coke zu sich, kann der Körper sehr schnell entwässert werden. Dies wiederum kann zu Müdigkeit, Konzentrationsstörungen, Muskelschwäche, Darmträgheit und Verstopfung und in schlimmeren Fällen sogar zu Herzrhythmusstörungen und Herzschwäche oder Lähmungserscheinungen führen. Der Mediziner spricht in diesen Extrem-Fällen von einer Hypokaliämie - einem Kaliumdefizit im Körper. Die gute Nachricht: Lassen die Betroffenen das Cola-Trinken sofort sein und unterstützen ihren Körper mit hochdosierten Kalium-Präparaten, ist dieser Mangelzustand relativ schnell wieder in den Griff zu bekommen. Anders sieht es da schon mit Zahnschmelzschäden aufgrund des immensen Zuckergehaltes (oder auch Karamell-Gehaltes), der zugesetzten Kohlen- und Phosphorsäuren sowie des Koffeins aus. Die Kombination an Säuren und Zuckern in der Coke stellt dauerhaft den Supergau für den Zahnschmelz dar, da er durch sie erweicht wird. Gefährliche Kariesbakterien haben dadurch natürlich ein wesentlich leichteres Spiel, an das begehrte Dentin des Zahnes zu gelangen und dort ihr Zerstörungswerk fortzusetzen. Sollten Sie also zu den exzessiven Cola-Konsumenten gehören, überdenken Sie Ihr Trinkverhalten doch künftig einfach mal ab und an. Gönnen Sie sich zwischendurch lieber ein leckeres kühles Glas köstlichen Wassers. Wenn Sie damit noch kräftig durch die Zahnzwischenräume spülen, können Sie sogar den Säure- und Zuckerangriff der Cola vorher noch etwas ""entsäuern"". Und gegen den Durst hilft ein Wasser allemal viel besser, als jeder süße Softdrink. Übrigens: Weltweit wurden im Jahr 2007 552 Milliarden Liter Softdrinks getrunken - das entspricht einer Pro-Kopf-Menge von circa 83 Litern. Und der Horror: Experten sind davon überzeugt, dass diese Zahl weiter ansteigt. Die US-Amerikaner trinken schon heute pro Person und Jahr 212 Liter dieser süßen Verführer."

(Meldung vom 22.07.2009)

Weitere Meldungen der Zahnmedizin:
Kleines Budget, guter Zahnersatz - (k)ein Sommermärchen
Bohren, nein Danke! Gel gegen Karies, eine schmerzfreie Zahnbehandlung
Cyberchondrie – die neue Form der Hypochondrie
Machen Zahnzusatzversicherungen Sinn?
Augen auf bei Zahnbehandlungen im Ausland
Geschichten und Bräuche um die Zahnung unserer Kleinsten
Die Sache mit dem Fluorid
"Zucker-Dschungel: Zahnschonend oder zahnfreundlich; Zuckerersatz oder Zuckeraustauschstoff "
Hilfe mein Kiefer schrumpft
Kopfschmerz trifft auf Zahnmedizin – da wird Ihnen geholfen