Amalgam - Freund oder Feind?

Gelangt Amalgam in den Organismus? Ja. Durch Abrieb, abgeplatzte Stückchen und durch Dämpfe gelangt Amalgam in den Körper. Menschen mit Amalgamfüllungen sind im Durchschnitt bis zu fünfmal höher belastet. Doch die Belastung liegt weit unter dem von der Weltgesundheitsorganisation festgelegtem Grenzwert. Ein Mensch mit zehn Füllungen kommt maximal auf zwei Prozent des Grenzwertes. Ist Amalgam gefährlich? Amalgam enthält Quecksilber. Wenige Gramm Quecksilber führen im Körper zu Vergiftungserscheinungen wie Zittern, Sehstörungen, Nervenschädigungen und Lähmungen. Die Belastung durch Amalgam bleibt jedoch weit unter diesen Werten. Amalgamgegner sprechen aber von hohen Belastungen im Gehirn, Nieren und Schilddrüse, die bei Biopsien festgestellt wurden. Welche Beschwerden können durch Amalgam auftreten? Amalgam steht im Ruf Auslöser für viele verschiedene Krankheiten zu sein, wie Multiple Sklerose, Depressionen, Schlafstörungen, Bluthochdruck, ADHS und Unfruchtbarkeit, jedoch wurden bis heute keine belegbaren Zusammenhänge nachgewiesen. Auch nach Amalgamentfernungen gibt es keine eindeutigen Beweise für eine Besserung der Beschwerden. Auf was sollte bei einer Amalgamentfernung geachtet werden? Der Zahnarzt sollte auf eine Wasserspraykühlung, um Überhitzung zu vermeiden, achten. Nebelsauger und Speichelsauger sollten vorhanden sein. Möglichst viel Amalgam sollte ohne Bohren, also mechanisch entfernt werden. Ein Kofferdam, eine Gummiabdichtung des Mundraums, ist zu empfehlen. Während Schwangerschaft und Stillzeit möglichst auf aufwendige Amalgamsanierungen verzichtet. Welche Vorteile hat Amalgam? Amalgam wirkt antibakteriell, ist sehr hart und langlebig, einfach zu verarbeiten und preiswert. Es wird von der Krankenkasse im Gegensatz zu Kunststofffüllungen komplett bezahlt. Für Füllungen im Frontbereich, bei Schwangeren und Nierenkranken werden die Kosten für Kunststofffüllungen jedoch übernommen.

(Meldung vom 25.02.2009)