Heilkräuter in der Zahnheilkunde III

Salbei HeilkrautWie schon unsere Vor-Vorfahren wussten, ist ja bekanntlich eigentlich gegen jede Erkrankung ein Kraut gewachsen. Und da die naturheilkundlichen, alten „Hexen“-Kräuter derzeit wieder fatal im Kommen sind, möchten wir Ihnen gern ein paar dieser wirklich feinen, natürlichen Helferchen vorstellen. Kommen wir zur Schlussphase unseres kleinen Kräuterhexenwissens:

Salbei (lat. Salvia officinalis) = ist ein wahres Wirk-Genie unter den Heilpflanzen. Er wirkt durch seine Gerbstoffe adstringierend (zusammenziehend) und entzündungshemmend, aber auch extrem schweißhemmend (daher bei Halsschmerz mit Fieber nur gurgeln – nie trinken!). Zudem noch antibakteriell, blutstillend, harntreibend, krampflösend und tonisierend (= stärkigend, kräftigend).
Anwendungsgebiete, zahnmedizinisch: Zahnfleischbluten und Parodontose (und natürlich die obligatorischen Halsschmerzen!).
Vorsicht: Nicht anwenden bei einer Allergie gegen Lippenblütler. In der Schwangerschaft muss man auf Salbei absolut verzichten. Auch von einer dauerhaften Anwendung ist aufgrund der Inhaltsstoffe streng abzuraten.

Thymian (lat. Thymus vulgaris) = aufgrund ihrer Gerb- und Bitterstoffe sowie der ätherischen Öle kommen von den zahlreichen Thymian-Arten vor allem die von den Stängeln abgestreiften Blätter und die kleinen (in der Regel) violetten Blüten.
Anwendungsgebiet, zahnmedizinisch: Mundschleimhautentzündung und Mundgeruch.
Vorsicht: Nicht anwenden bei Überempfindlichkeit gegen Lippenblütlergewächse. Menschen mit Birkenpollen oder Sellerie-Allergie sollten auf Thymianzubereitungen komplett verzichten. In der Schwangerschaft und Stillzeit sollten Thymian-Essenzen nur nach Rücksprache mit dem Arzt eingesetzt werden.

Wermut (lat. Artemisia absinthum) = enthält extrem viele Bitterstoffe und gilt daher als das Kraut schlechthin für Magen und Darm; ganz nebenbei wirkt er noch blutbildend und -reinigend. Verwendet werden das gesamte Kraut (also mit Stängel) oder auch nur die Blätter – in der Regel als Kaltansatz oder als Tee.
Anwendungsgebiete, zahnmedizinisch: Hilft sehr gut gegen Mundgeruch.
Vorsicht: Korbblütler-Pflanze gegen die sehr häufig Allergien bestehen – ggf. lieber vorher den Arzt konsultieren.

Sie sind jetzt total auf den „Kräuter-Geschmack“ gekommen und würde gern etwas tiefer in das Kräuterhexenwissen einsteigen? Dann schauen Sie doch einmal, ob in Ihrer Nähe nicht eine kundige Kräuterfrau ein Kräutersammel- und Verarbeitungs-Kurs anbietet (in der Regel wird da nämlich auch explizit auf die Inhaltsstoffe, Wirkungen und vor allem auch Nebenwirkungen der tollen kleinen Pflanzen eingegangen). Und: Wussten Sie, dass die Kräuter, die sich von ganz allein in ihrem Garten und auf ihren Wiesen rund ums Haus ansiedeln, ganz genau wissen, was sie tun? Im Normalfall können die Bewohner des Hauses genau diese Kräuter gerade ganz besonders gut vertragen oder gebrauchen…

Locello Eedaktion, Antje Allner; foto: freeimages.com

(Meldung vom 18.07.2014)

Weitere Meldungen der Zahnmedizin:
Heilkräuter in der Zahnheilkunde II
Heilkräuter in der Zahnheilkunde
Bulimie und Zahnpflege II
Lasst Hasen hoppeln, statt Karius und Baktus wüten...
Bulimie und Zahnpflege I
Mundfäule, Aphten, Achten …
Auch Hunde haben Zahnschmerzen …
Zahnputz-Utensilien
Tag der Zahngesundheit
Zahnpflege–Utensilien unter der Lupe