Heilkräuter in der Zahnheilkunde

Stevia_suessenWie schon unsere Vor-Vorfahren wussten, ist ja bekanntlich eigentlich gegen jede Erkrankung ein Kraut gewachsen. Und da die naturheilkundlichen, alten „Hexen“-Kräuter derzeit wieder fatal im Kommen sind, möchten wir Ihnen gern ein paar dieser wirklich feinen, natürlichen Helferchen vorstellen. Damit das Ganze etwas übersichtlicher wird, nehmen wir uns die (Zahn-)Kräuter einmal von A bis Z vor:

Arnika (lat. Arnica montana) = ein wahres Wunderkind unter den Heilkräutern, wirkt sie doch antibakteriell, blutreinigend, entzündugnshemmend, harntreibend, krampflösend, schmerzstillend und schweißtreibend. Leider aber auch hautreizend – und da Korbblütlergewächs bei vielen Menschen auch Allergie auslösend.
Anwendungsgebiet, zahnmedizinisch: bei Aphten (Mundfäule), Mundschleimhautentzündungen, Zahnfleischentzündungen und Rachenentzündungen.
Vorsicht: bei Allergien gegen Arnika an sich; bei Korbblütler-Allergien und bei offenen Hautstellen oder Wunden nicht anwende; innerliche Anwendung nicht bei Kleinkindern, Stillenden und Schwangeren.

(Stiel-)Eiche (lat. Quercus robur) = Zahnmedizinische Verwendung findet die Rinde der im Frühjahr gesammelten jungen Zweigausschläge. Die Rinde ist reich an Gerbstoffen, die stark adstringierend (zusammenziehend), austrocknend und Viren hemmend wirken – daraus ergibt sich sowohl ein entzündungshemmender wie blutstillender und Juckreiz mindernder antibakterieller Effekt; Zubereitungen aus Eichenrinde werden nahezu ausschließlich äußerlich angewendet. Anwendungsgebiet, zahnmedizinisch: Entzündungen der Mund- und Rachenschleimhaut (witzig: auch bei übermäßigem Fußschweiß – aber das nur am Rande …).
Vorsicht: Eichenrinde-Extrakte sollten nie gleichzeitig mit anderen Medikamentengaben angewendet werden, da ansonsten die Aufnahme der Wirkstoffe der Medis im Darm verschlechtert werden könnte.

Gewürznelke (lat. Syzygium aromaticum) = die aus der Küche wohlbekannten Gewürznelken – zahnmedizinische Verwendung finden die ungeöffneten Blütenknospen sowie das daraus gewonnene ätherische Öl – haben wissenschaftlich nachgewiesene schmerzstillende, entzündungshemmende und antiseptische Wirkung. Einigen Inhaltsstoffen wird sogar die Hemmung von Pilzen, Bakterien und Viren attestiert.
Anwendungsgebiet, zahnmedizinisch: Entzündungen der Mund- und Rachenschleimhaut sowie zur lokalen Betäubung bei Zahnschmerzen.
Vorsicht: Gewürznelken können Allergien auslösen; vor allem in unverdünnter Form sind Hautreizungen möglich; Schwangere sollten die Pflanze meiden, da sie Wehen fördernd ist.

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Locello Redaktion, Antje Allner; Foto: fotolia.com

(Meldung vom 30.05.2014)

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