Mundfäule, Aphten, Achten …

… sehr vielfältig sind nicht nur die Bezeichnungen für diese doch eher unangenehme Erkrankung des Mundraumes, die meist bei Kindern im Alter zwischen zwei und vier Jahren auftreten kann. Aphthen sind zudem in den Industrieländern die am meisten verbreitete Mundschleimhauterkrankung. Schätzungen gehen davon aus, dass mehr als 25% der Bevölkerung an Aphthen leidet.

Eigentlich sind die meist massiv auftretenden kleinen Bläschen und Flecken, die sich bei der Erkrankung auf der Mundschleimhaut (hier vor allem auf der Innenseite der Wangen, auf den Lippen sowie den Mundboden und der Zungenunterseite) befinden, eine sogenannte Erstmanifestation mit dem Herpes-simplex-Virus (meist des Typs 1, seltener des Typs 2). Das Zahnfleisch ist geschwollen, schmerzhaft und blutet bei Berührungen extrem leicht. Häufig geht erhöhte Temperatur oder gar Fieber sowie ein massives Krankheitsgefühl mit der Mundfäule einher. Der Mundgeruch ist typisch faulig. Die Symptome heilen meistens innerhalb von zehn bis 14 Tagen ab. Überaus schmerzhaft und unangenehm sind diese Tage.

Insbesondere sollte man bei Kleinkindern dann darauf achten, trotzdem genügend zu essen und zu trinken. Daher sollten betroffene Eltern ihren Kids am besten kühle und weiche Lebensmittel anbieten. Denn mit Pudding oder Joghurt, Eis oder Brei lässt sich ja auch mental eine Krankheit schon einmal wesentlich besser erleiden. Vermeiden sollte man die Gabe von reizenden (sauer oder scharf) sowie heißen Nahrungsmitteln oder Obstsaft, da diese die Mundschleimhaut noch zusätzlich reizen und damit das Krankheitsgefühl verstärken. Sollten sich die Kleinen komplett weigern, Nahrung und Flüssigkeit zu sich zu nehmen, sollte in jedem Fall der Arzt konsultiert werden. Gegebenenfalls werden die Stoffe dann über Sonde oder Infusion zugeführt – denn schließlich trocknen die kleinen Körper ja wesentlich schneller aus, als die der großen Menschen.

Behandelt werden die Herpesviren in der Regel lokal mit virostatischen (Wirkstoffe gegen Viren), schmerzlindernden und wundheilungsfördernden Gelen oder Salben. Die Inhaltsstoffe lassen die Bläschen platzen und sie heilen dann unter Schorfbildung aus. In der Regel beschleunigen diese Medikamente zwar die Heilung nicht, machen die Erkrankung der Mundschleimhaut aber wesentlich erträglicher.

Locello Redaktion, Antje Allner; Foto: fotolia

(Meldung vom 27.01.2014)

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