Zahnputz-Utensilien

Nachdem wir uns letztens eingehender den ganz normalen, alltäglichen Zahn-Putz-Instrumentschaften zugewandt hatten, möchten wir heute noch auf die „Exoten“ eingehen. Vielen werden diesen natürlich ein Begriff sein. Allerdings zeigen Umfragen in Zahnarztpraxen, dass nach wie vor ein erhöhter Nachholbedarf in Sachen „Zahn- und Mundhygiene ja – aber wie genau und womit“ besteht.

Interdentalbürstchen = Zahnzwischenraumbürstchen oder auch „Tannenbäumchen“ genannt; sie bieten eine ganz hervorragende Bandbreite an Größen und Breiten und sind somit quasi für (fast) jeden Zahnzwischenraum die perfekte Reinigungslösung; allerdings sollte die perfekte Größe Ihrer Zahnzwischenräume von einer Prophylaxe-Assistentin Ihrer Zahnarztpraxis ausgewählt werden; in jüngeren Jahren stellt sich häufig das Problem, dass die Zwischenräume teilweise sogar für die feinsten Tannenbaum-Exemplare zu eng sind – dann hilft nur noch die Zahnseide (siehe letzte news); der große Vorteil der Bürstchen: Sie sind in der Handhabung wesentlich einfacher als Zahnseide.

Mundduschen duschen grundsätzlich einmal – wie der Name schon sagt – den Mundraum und grobe Essensreste hinfort; allerdings gibt es mittlerweile eine schier unüberschaubare Variantenvielfalt, die zudem noch weitere Funktionen bietet; so gibt es spezielle Aufsätze, die das Zahnfleisch massieren oder gar spezielle Lösungen in die Zahnfleischtaschen einbringen können, um dort Entzündungen vorzubeugen; auch Kombi-Lösungen mit zusätzlichen Bürsten-Aufsätzen zur Zahnreinigung gibt es; im Vergleich zur Zahnseide und den Interdentalbürstchen werden allerdings die Zahnzwischenräume nicht ausreichend vom Zahnbelag (Plaques) befreit – dafür kann man mit Seide und Bürstchen aber ja auch nicht das Zahnfleisch massieren…;

Zungenschaber sind dank ihrer wunderbaren Bakterien reduzierenden Eigenschaft immer mehr im Kommen; denn auf der rauen Zungenoberfläche bieten sich unzählige Gräben und Nischen, in denen sich die Bakterien ganz hervorragend vermehren können; mit dem Zungenschaber, der aus mehreren Gummis mit Lücken und kleinen Noppen besteht, schabt man den Zungenbelag einfach weg – macht eine hübsche Zunge und sorgt für ein echtes Wohlfühlklima im Mundraum!
Dann sind da noch die Zahnhölzchen, die allerdings ausschließlich zur Entfernung grober Essensreste geeignet sind und somit vielleicht eine Munddusche in ihrer Grundform ersetzen können.

Egal ist es hingegen, für welche der Zahnreinigungs-Instrumente Sie sich letztendlich entschließen – Hauptsache, es ist eine Gerätschaft zum Reinigen, eine für die Zwischenräume und eine für die Zunge dabei. Das Ganze auch noch regelmäßig zur Hand genommen, klappt es in jedem Fall mit einem gesunden Gebiss und einem Wohlfühlgefühl im Mund. Dies bestätigt übrigens sicherlich nicht nur Ihr Zahnarzt, sondern auch regelmäßig die Stiftung Warentest in diversen Untersuchungen.

Locello Redaktion, Antje Allner; Foto: fotolia

(Meldung vom 13.11.2013)

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