Zahn-Report 2013

Der neue Zahnreport 2013 der Barmer GEK bringt es an den Tag: Die Kosten für Zahnersatz werden mehr und mehr aus der eigenen Tasche der Patienten gezahlt – die Kassenleistungen bleiben erneut weit abgeschlagen (und diese Zahlen beziehen sich auf das Behandlungsjahr 2009!).

Mehr als 50 Prozent eines Zahnersatzes (der Barmer-Report spricht für 2009 von durchschnittlich knapp 1400 Euro für eine solche Behandlung, von der die Gesetzlichen gerade einmal knapp 600 Euro übernehmen) muss mittlerweile aus der eigenen Tasche finanziert werden, möchten die Patienten eine adäquate Versorgung.
Und dies sei – so die Experten – noch lange nicht das Ende der Fahnenstange. Außerdem wurden auch im Jahr 2009 bereits zahlreiche Zahnbehandlungen von vornherein von vielen Kassenpatienten komplett selbst finanziert und erscheinen somit in der Statistik schon mal gar nicht. Was ja nicht unbedingt zur Aufpeppung derselben dient…

Weiter zeigt die Statistik:
Mit steigendem Alter steigt auch der Bedarf für Zahnersatz – am höchsten liegt er in der Altersklasse der 70- bis 75-Jährigen. Und da nicht alle Rentner aus dem Vollen schöpfen können, ist für die Zahnreport-Macher klar, dass es denen empfindlich an die häufig schmale Haushaltskasse geht.

Klar – der nächste Tipp geht dann in Richtung „Private Kranken-Zusatzversicherung“, die selbstverständlich so früh wie möglich abgeschlossen werden sollte, um zum einen bezahlbare Beiträge, zum anderen auch gute Leistungen zu erhalten.
Guter Tipp – für die Jüngeren unter uns. Aber was tun die Älteren?
Deren Einkommen genügen häufig nicht einmal zum wirklichen Überleben, geschweige denn für eine weitere Versicherung. Einmal ganz abgesehen davon, dass in den privaten Krankenversicherungen nicht nur Wartezeiten erfüllt werden müssen, sondern auch Ausschlüsse aus dem Leistungskatalog ausgesprochen werden, liegen Vorerkrankungen vor (was ja auch verständlich ist).

Fazit: Der Zahnreport 2013 zeigt ganz klar, dass die Behandlungskosten im Bereich des Zahnersatzes immer mehr steigen und die Regelleistungen der Gesetzlichen Krankenkassen immer mehr schrumpfen. Eine Zahnzusatzversicherung so früh wie nur möglich abgeschlossen ist sicherlich die Wahl! Schade, wenn man jetzt bereits zum älteren Eisen zählt. Für letztere gilt dann langfristig wohl: Entweder Geld auf der hohen Kante oder Lückengebiss – alternativlos.

Locello Redaktion, Antje Allner; Foto: fotolia

(Meldung vom 26.07.2013)

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