Zur Not: Zweitmeinung einholen

(GOZ) Gebührenordnung für ZahnärzteManchmal ist es einfach nötig, die Meinung des eigenen Zahnarztes zu hinterfragen – schließlich sind wir ja alle zahnmedizinische Laien. Und wenn eine geplante Behandlung uns heftig an den Geldbeutel gehen soll, da wieder einmal gerade diese nicht komplett oder ganz und gar nicht im kassenärztlichen Leistungskatalog enthalten ist, sollte man diese – unserer Meinung nach echt überaus sinnvolle – Möglichkeit auch nutzen. Doch: An wen wende ich mich denn in einem solchen Fall? Leider, leider ist das – wie so häufig in Deutschland – absolut abhängig davon, in welchem Bundesland man lebt, bei welcher Krankenkasse man versichert ist, etc. ...

Zunächst einmal wäre die erste Anlaufstelle sicherlich Ihre Krankenkasse, die Ihnen ggf. sogar einen neutralen Zahnarzt in Ihrer näheren Umgebung nennen kann.

Sollte Ihre Kasse diesen Service nicht anbieten, wäre die Internet-Seite zahnarzt-zweitmeinung.de eine echte Alternative. Dort haben Sie die Möglichkeit – unterschieden nach Bundesland - zu einer entsprechenden Patienten-Beratungsstelle (gilt für Berlin, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Thüringen) beziehungsweise direkt zur Kassenzahnärztlichen Vereinigung (gilt für Bayern, Brandenburg, Bremen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland Pfalz, das Saarland und Sachsen-Anhalt) oder aber gar der Landeszahnärztekammer (gilt für Hessen und Niedersachsen) weitergeleitet zu werden.
In vielen Fällen handelt es sich zunächst um eine Hotline, die Sie an einem bestimmten Wochentag und zu bestimmten Zeiten sogar kostenlos nutzen können.

Voraussetzung für das Einholen einer Zweitmeinung ist allerdings, dass Sie bereits einen konkreten Behandlungsplan und/oder einen Kostenvoranschlag oder eine Honorarplanung Ihres Zahnarztes vorliegen haben.

Aber nicht nur für die Zweitmeinung, auch für sonstige Streifragen, Schlichtungen oder Behandlungsalternativen wären die oben genannten Stellen genau die richtigen Anlauf- und Beratungsstellen. Scheuen Sie sich nicht, diesen Service in Anspruch zu nehmen. Denn schließlich geht es an Ihren Geldbeutel. Und wenn der eventuell geschont werden kann, ist es doch ein wenig Mühe immer wert!

Locello Redaktion, Antje Allner; Foto: Fotolia

(Meldung vom 25.01.2013)

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