An einem Zahn hängt ein ganzer Mensch

besagt ein altes Sprichwort. Und genau dies wird mittlerweile immer deutlicher - vor allem natürlich auch durch zahlreiche neue wissenschaftliche Erkenntnisse.

So weiß man heute, dass Allgemeinerkrankungen, wie zum Beispiel die Zuckerkrankheit (Diabetes) das Risiko erhöhen, zusätzlich noch eine manifeste Parodontitis (Entzündung des Zahnhalteapparates) zu entwickeln.

Da eine Parodontitis nun wiederum durch bakterielle Zahnbeläge (Plaques) ausgelöst wird, kann ein an Diabetes erkrankter Mensch ausschließlich durch eine effektive Plaque-Kontrolle dieser Erkrankung vorbeugen. Und eine effektive Plaque-Kontrolle erfolgt zum einen durch eine akribische Mundhygiene daheim gekoppelt mit einer professionellen Unterstützung mittels Zahnputz-Schulungen und regelmäßigen professionellen Zahnreinigungen durch das Prophylaxeteam des Zahnarztes.

Bekannt ist mittlerweile auch, dass eine Parodontitis das Risiko einer Allgemeinerkrankung erhöht und deren Behandlungsmöglichkeiten verschlechtert.

Kein Wunder - denn schließlich können die in den Zahntaschen "wütenden" Entzündungsherde ihre Botenstoffe auch an das Blutsystem abgeben und dort dann massiv auf den Körper einwirken. Beispielsweise hemmen einige dieser Stoffe die Elastizität der Blutgefäße, begünstigen dadurch die "Verstopfung" derselben (Arteriosklerose) und damit die Gefahr einen Herzinfarkt zu erleiden. Ist das Ganze dann noch gekoppelt mit einer ungesunden Ernährung, wenig Bewegung und Übergewicht, stolpert man zielsicher auf das sogenannte Metabolische Syndrom (Tödliches Quartett = Übergewicht, Bluthochdruck, schlechte Blutfettwerte und Insulinresistenz) zu.

Damit das gar nicht erst soweit kommt, sollten Sie regelmäßig (mindestens zweimal im Jahr) den Zahnarzt Ihres Vertrauens aufsuchen. Denn nur der Fachmann kann entscheiden, ob eine kleine Zahnfleischentzündung sich in Richtung einer manifesten Parodontitis entwickelt und Ihnen frühzeitig die richtige Hilfe zukommen lassen.

Locello Redaktion, Antje Allner; foto: fotolia

(Meldung vom 20.06.2012)

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