Spurensuche – was Zähne alles erzählen können...

Bei den Zähnen auf Spurensuche Aus der geliebten Krimi-Lektüre – ob in Buch- oder in Filmform – wissen Sie sicherlich, dass unser Zahnschmelz - die äußere Schicht unserer Zähne - ein ganz wunderbarer Stoff ist. Schließlich konnten anhand von Gebissen oder gar nur Teilen desselben schon sehr häufig Opfer identifiziert und später vielleicht sogar ihre Mörder dingfest gemacht werden.

In der Tat überdauert der Zahnschmelz und damit der Zahn an sich, oft hunderte von Jahren – meist sogar länger als der dazugehörige Knochen. Nein – wir wollen jetzt nicht Werbung für die demnächst erscheinende Forensik-Website machen. Vielmehr möchten wir Ihnen einfach nur ins Gewissen rufen, welch tolle Materialien Sie in Ihrem Mund haben und dass Sie diese natürlich auch anständig pflegen sollten, um sie in einem möglichst guten Zustand zu erhalten. Zu einer solchen anständigen Pflege gehört es, sich mindestens zweimal täglich die Zähne gründlich zu putzen, die Zahnzwischenräume mindestens einmal täglich zu „fädeln“ und – für ganz Ehrgeizige - ggf. noch die Zunge von ihrem Belag zu befreien. Wissen tun wir diese Banalitäten alle. Nur mit dem – vor allem regelmäßigen – Machen ist das manchmal so eine Sache. Daher sprechen wir ja auch immer und immer wieder darüber. Und seinen Sie´s gewiss: Sie sind mit der mangelnden Regelmäßigkeit nicht allein...
Übrigens: Spannend wie die oben genannten Krimis ist die Arbeit der Archäologen und Forensiker, geht es um menschliche Gebisse. Die Fachleute können anhand uralter Gebisse heute noch erkennen, ob die Menschen in verschiedenen Epochen eher Carnivoren (Fleisch-Esser) oder Vegetarier waren. Sie erkennen beispielsweise auch, ob der Mensch ein starker Tonpfeiffen-Raucher war (das lag vom 15. bis zum 17. Jahrhundert angeblich voll im Trend). Denn durch das lange Halten der Pfeifen im Mund entstanden typische runde Lücken im Gebiss. Zu guter Letzt kann man anhand des Gebisses sogar das Alter seines ehemaligen Trägers feststellen. Und weil das namentlich der tollste Beruf aller Zeiten ist, kommt hier noch der Fachbegriff: Forensische(r) Odonto-Stomatologe/Stomatologin.

Und: Da im Mittelalter viele Menschen in der Regel spätestens mit 60 Jahren keinen einzigen Zahn mehr im Mund hatten, war das „Zähnezeigen“ – das Lächeln mit offenem Mund – absolut verpönt. Ein bekanntes Beispiel dieser Epoche stellt beispielsweise die Mona Lisa dar – auch sie lächelt mit geschlossenem Mund.

Damit Ihnen das mit Ihren Zähnen am Ende nicht auch schon viel zu früh passiert, sollten Sie sich diesen Text vielleicht an Ihren Spiegel im Badezimmer hängen. Dann klappt das mit der regelmäßigen Mundhygiene bestimmt wie von selbst und Sie tun Ihr Allerbestes, die tollen Materialien im Mund gesund zu halten.

Locello Redaktion, Antje Allner; Foto: fotolia

(Meldung vom 20.03.2012)

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