Zahnende Babies: Was kann ihnen wirklich helfen?

Erinnern Sie sich noch an die schlaflosen Nächte, die Ihnen Ihre süßen Kleinen bescherten, als die ersten Zähnchen kamen? Es gibt wohl kaum jemanden, der diese tollen Nächte je vergessen kann. Daher ist es auch heute nach wie vor Thema Nummer eins für alle jungen Eltern oder auch Großeltern.
Bereits Hippokrates (etwa 460 - 377 v. Chr.) schreibt über das Zahnen und dessen Begleiterscheinungen wie Krämpfe, Husten und Schlafsucht. Von Galen beschreibt zusätzlich Fieber, Durchfall und Widerwillen gegen Nahrung. An diesen lästigen zusätzlichen Wehwehchen – zu denen meist noch eine üble Windeldermatitis hinzu kommt - hat sich bis heute nichts geändert. Doch es gibt Hilfe: Ewig gibt es bereits das Mittelchen Dentinox, welches als Tinktur oder als Gel den Kleinen auf das gerötete, geschwollene Zahnfleisch gestrichen wird. Grundlage des Mittels ist eine Kamillentinktur, Alkohol und zahlreiche Süßungsmittel. Nachteile dieses Medikamentes: Der Alkoholgehalt schreckt viele Eltern ab, es ihrem Kind in den Mund zu geben. Die Süßungsmittel machen es auch nicht gesünder: Die Kiddies mögen die Tröpfchen und verlangen gern und oft vom süßen Lab. Homöopathische Mittel gibt es zahlreiche. Bewährt haben sich vor allem das Mittel Osanit (ebenfalls Kamille mit Süßungsmitteln, aber ohne Alkohol) und Chanomilla Globuli – Kamille in der Potenz D6 oder D12 (höhere Potenzen sollte man nur nach Absprache mit einem fachkundigen Behandler einsetzen). Etwas in Verruf kamen vor einiger Zeit die oft genutzten Kühl-Beißringe, da sie gefährliche Weichmacher enthielten, die beim Draufbeißen gelöst wurden. Inzwischen gibt es solche Ringe deutscher Hersteller, die wohl gesundheitlich unbedenklich sind. Eine „Kau-Variante“ stellt die Veilchenwurzel dar. Die Inhaltsstoffe beruhigen und betäuben das Schmerzgebiet leicht. Allerdings liegt der bittere Geschmack nicht wirklich jedem Baby. Und: Achten Sie bitte unbedingt auf die Herkunft der Wurzel. Osteuropäische Importe vernachlässigen oftmals die Belastung mit Pestiziden oder gar Strahlen (Tschernobyl). In Mode sind derzeit Bernsteinketten, die den kleinen Menschen – Jungen wie Mädchen – bei der Zahnung (und auch bei Halsweh) Linderung verschaffen. Und: Es soll wirklich helfen, auch wenn viele Eltern eher skeptisch an diese Heilsteingeschichte herangehen. Erhältlich sind die Ketten in der Regel in Juweliergeschäften, beim Fossilienhändler oder auch bei Ihrem Heilpraktiker des Vertrauens. Zu guter letzt bleibt noch ein gekühltes oder auch gewärmtes (testen Sie, was Ihrem Kind besser gefällt) Kirschkernsäckchen in netten Schmusekissen-Design. Positive Berichte sind auch über raschelnde Dinkel-Kuschelkissen in der Literatur zu finden. Als Fazit bleibt: Probieren Sie aus, was für Ihr Kind das Beste ist. Und wenn es von allem ein bisschen ist? Auch egal. Denn im Endeffekt gilt: Wer heilt, hat Recht – die Mittel der Wahl sind dabei vollkommen egal – Hauptsache Sie können mal wieder in Ruhe durchschlafen.

(Meldung vom 01.04.2009)

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