Gründlicher geht’s nicht: Professionelle Zahnreinigung

Sie putzen täglich mindestens zweimal die Zähne, spülen nach jeder Mahlzeit die lästigen kleinen Bröckchen aus den Zahnzwischenräumen und fädeln abends mit dem zahnärztlich empfohlenen Floss mit Pfefferminzgeschmack. Dennoch: Das wirkliche „Richtig-Sauber-Gefühl“ will sich einfach nicht einstellen. Und der Tee-, Kaffee- und Rotweinkonsum geht an Ihren weißen Zähnen auch nicht spurlos vorüber. Was können Sie also tun?
Konsultieren Sie doch mal Ihren Zahnarzt und lassen sich einen Termin für eine Professionelle Zahnreinigung (PZR) geben. Sie werden sehen, wie toll Ihre Zähne nachher aussehen. Und das „Richtig-Sauber-Gefühl“ haben Sie dann garantiert auch. Aber was passiert denn eigentlich bei einer solchen PZR? In der Regel wird diese Behandlung durch ausgebildete Fachkräfte Ihrer Zahnarztpraxis durchgeführt. Eine generelle Leistungsbeschreibung gibt es allerdings nicht. Während der Behandlung geht es sowohl den weichen und harten Zahnbelägen (Zahnstein) als auch den Konkrementen (unterhalb des Zahnfleisches liegende Ablagerungen) mit Handinstrumenten und Ultraschallgeräten an den Pelz. Anschließend werden die Zahnoberflächen poliert und geglättet sowie gegebenenfalls mit einem schützenden Flouridlack versehen. Übrigens: Durch das Polieren werden meist sogar leichte Verfärbungen, denen mit herkömmlicher Zahnpasta nicht mehr beizukommen ist, ganz nebenbei mit entfernt. Und wie oft sollte man so eine PZR durchführen lassen? Bei bereits vorhandenen Vorschädigungen des Gebisses (Karies oder Parodontose) sollte die Profireinigung alle drei bis sechs Monate erfolgen. Schließlich: Was kostet mich denn der Spaß? Leider zahlen die Gesetzlichen Krankenkassen die professionelle Zahnreinigung nicht – auch nicht bei einer manifesten zahnärztlichen Parodontose-Diagnose. Private Versicherer zahlen, wie die meisten Zahnzusatzversicherungen, ohne Murren zumindest den vertraglich vereinbarten Betrag. In der Regel sollten Sie, je nach zeitlichem Aufwand, mit etwa 50 bis 150 Euro rechnen. Aber seien Sie gewiss: Ihre Zähne und Ihr Zahnfleisch werden es Ihnen danken.

(Meldung vom 28.03.2009)

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