Nach Infekten: Zahnbürsten separieren

Da kann man ja noch so gesund ernähren, regelmäßiger Bewegung an der frischen Luft nachgehen und sich vielleicht ab und an einen Saunagang gönnen – der eine oder andere Infekt erwischt jeden ein- oder zweimal im Jahr. Und das ist auch gut so, denn nur so kann unser menschliches Immunsystem neue Abwehrkräfte gegen die zahlreichen und mittlerweile ja auch teilweise mutierenden Bakterien aufbauen.

Hat es einen mal so richtig erwischt, sollte man allerdings auch im Badezimmer einige Kleinigkeiten beachten, um nicht Stück für Stück die gesamte Familie schachmatt zu setzen.

So sollte beispielsweise die Zahnbürste als Bakterien-Hyperträger im Falle eines Infektes nicht neben den Bürsten der anderen Familienmitglieder gelagert werden. Separieren Sie das Putzgerät unbedingt. Denn selbst wenn die Bürste nach der Benutzung gut abgespült wird, haften nach wie vor zahlreiche Bakterien an ihr. Und wenn dann – wie häufig üblich – die komplette Bürstenfamilie in einem Becherchen auf die nächste Putzeinheit wartet, können die Bakterien ungehemmt von Bürste zu Bürste hopsen.

Fachleute empfehlen sogar, nach einem heftigen Infekt die bisherige Zahnbürste komplett zu entsorgen. Dies gilt sowohl für herkömmliche Handzahnbürsten als auch für die Bürstenköpfe der elektrischen Modelle. Nur so ist gewährleistet, dass die verbliebenen Bakterien des letzten Schnupfens sich nicht gleich wieder in der Mundhöhle ansiedeln können.

Ganz besonders wichtig ist eine solche Bürsten-Separation bei einer bestehenden Herpes-Infektion, bei Hals- oder Zahnfleisch-Entzündungen sowie einer Grippe. Ist der Infekt beziehungsweise die Entzündung abgeklungen, ist die Altbürsten-Entsorgung unumgänglich, will man nicht in Nullkommanix wieder eine ähnlich gelagerte Erkrankung riskieren.

Außerdem empfiehlt die zahnmedizinische Fachwelt ja eh, je nach Putzverhalten (die einen drücken mehr, die anderen weniger) die Bürste oder den Bürstenkopf spätestens nach zwei bis drei Monaten regelmäßigem Gebrauchs durch ein neues Exemplar zu ersetzen.

Probieren Sie es einfach einmal selbst aus. Sie werden erstaunt sein, wie viel weniger Infekte künftig in der Familie einfach mal so weitergereicht werden.

Locello Redaktion, Antje Allner; Foto: fotolia

(Meldung vom 15.09.2011)

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