Zahngesunde Ernährung – die größten Irrtümer | Teil 2

Zucker Märchen - Teil 2Zucker und Säure sind nicht gut für unsere Zähne – das wissen wir mittlerweile wohl alle. Dennoch können wir uns nicht immer den süßen und sauren Sünden verwehren. Aber dafür gibt es ja auch ausreichende Putzhilfen. Heute der 2. Teil der „Zucker-Märchen“, die so im Umlauf sind...



Kaugummi anstatt Zähne putzen
Das Kauen eines zuckerfreien Kaugummis erhöht die Speichelproduktion und spült damit Speisereste und Bakterien schon ein wenig fort. Allerdings können Zahnbeläge nicht vollkommen allein mit Kaugummi kauen entfernt werden. Greift man gar zu einem zuckerhaltigen Kaugummi, werden die darin enthaltenen Zucker in aggressive Säuren umgewandelt, die dem Zahnschmelz heftig zu leibe rücken.

Zuckerfrei bedeutet ohne Zucker
Weit gefehlt! Neben dem herkömmlichen Haushaltszucker gibt es nahezu unzählige weitere Zuckervarianten: Fruchtzucker, Traubenzucker, Maltose, Milchzucker, Dextrose, etc.) Steht auf einer Verpackung zuckerfrei, ist lediglich kein Haushaltszucker enthalten. Und: Die anderen Zuckerarten bedingen leider genau dieselben Folgen für unsere Zähne. Und sogar die sogenannten Zuckeraustauschstoffe (Sorbit, Mannit, Isomalt, etc.) sind nicht in jedem Fall zahnschonend.

Jeder braucht irgendwann einmal die „dritten Zähne“
In diesem Punkt sind sich die Zahn-Experten zum einen einmal relativ einig und sogar ziemlich sicher: Bei guter und richtiger Zahn- und Mundhygiene sowie einer gesunden Ernährung können unsere natürlichen Zähne in der Tat ein ganzes langes Menschenleben halten.

Man bekommt schlechte Zähne vererbt
Durch intensive Forschungen auf dem Gebiet der menschlichen Gene weiß man heute, dass diese in der Tat auch zum Kariesrisiko beitragen können. Wesentlich schwerer wiegen allerdings die Faktoren Pflege, Lebensweise und Ernährung sowie das Alter. Wer also unter „schlechten“ Zähnen leidet, sollte zunächst einmal die Punkte Ernährung, Pflege und Lebensweise überprüfen. Am Alter kann man ja leider (bisher) noch nicht wirklich was ändern.

Milchzähne brauchen keine aufwändige Pflege – sie fallen ja eh aus
Ein absolutes „NoGo“ – Zahnpflege sollte bereits beim ersten Zähnchen beginnen. Und sie sollte bis etwa zum zehnten Lebensjahr zudem mit der Unterstützung der Eltern ausgeführt werden. Kariöse Milchzähne können sogar die nachfolgenden Zähne krank machen. Außerdem stören Lücken im Milchzahngebiss bei der Sprachentwicklung und dem Kieferwachstum.

Soviel zu den zahngesunden Märchen. Schauen wir einmal, ob in den kommenden Jahren nicht vielleicht noch neue hinzukommen...

Locello Redaktion, Antje Allner; Foto: fotolia

(Meldung vom 20.06.2011)

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