Professionelle Zahnreinigung – was geht ab?

professionelle Zahnreinigung beim ZahnarztWie jetzt, Sie waren noch nie bei einer professionellen Zahnreinigung? Da sollten Sie sich im Hinblick auf die Kostenentwicklung im Zahnersatzbereich aber nochmal gründlich überlegen, ob Sie diese wunderbare Möglichkeit der Vorsorge nicht doch einmal in Anspruch nehmen sollten. Damit Ihnen die Entscheidung vielleicht etwas leichter fällt, sagen wir Ihnen hier einfach mal, was bei einer solchen professionellen Zahnreinigung so alles passiert. Eines ist gewiss: Schmerzen verursacht sie in der Regel nicht.

Grundsätzlich beinhaltet die professionelle Zahnreinigung zunächst eine ausführliche Beratung über das Erkrankungsrisiko und zur allgemeinen Mundpflege (daheim) durch den Zahnarzt. Das spätere Entfernen der Beläge, das Polieren der Zähne und eine Fluoridierung wird dann vom speziell geschultem Prophylaxe- und Dentalhygiene-Team der Praxis übernommen.

Nach der zahnärztlichen Beratung werden die Zähne von weichen und harten Belägen befreit. Zu den harten Belägen gehört der unbeliebte Zahnstein (für den der Inhaber bekanntlich leider gar nichts kann – entweder man hat ihn oder man hat ihn eben nicht), Nikotin-, Rotwein-, Kaffee- und Teebeläge sowie andere kleinere Verfärbungen.

Mit speziellen Pasten und Gerätschaften - wie beispielsweise das beliebte Air-Flow-Gerät, dass heute in vielen Praxen seinen Zahnreinigungs-Stammplatz inne hat – geht es mit Wasser, feinem Pulverstrahl, Luft, Salzen und Hochdruck den Belägen an den Kragen. Vor allem die schwer zugänglichen Bereiche wie Zahnzwischenräume, Kronenränder, Bereiche oberhalb des Zahnfleischsaumes sowie Zahnfleischtaschen werden bei dieser Spezialreinigung mühelos erreicht. Genau hier kann es zu leichten Blutungen kommen.

Nach dieser gründlichen Reinigung werden die Zähne wunderbar glatt poliert,
um einer schnellen Neuansiedlung von Belägen vorzubeugen. Schließlich gibt es noch einen hoch konzentrierten Fluoridlack oder –gel auf die Zähne, um einer Karies noch weniger Chancen zu geben. Eine Stunde nichts essen - fertig.

Die ganze Prozedur dauert – je nach Art und Menge der Beläge – zwischen 30 und 70 Minuten. Entsprechend groß ist auch die Kostenspanne. Von 60 bis 120 Euro werden je nach Zeitaufwand fällig.

Wir meinen: Ein Betrag, der sich einmal im Jahr (bei Zahnfleischproblemen auch häufiger) auf alle Fälle auszahlt. Versuchen Sie es doch einfach einmal und lassen Sie sich bei Ihrem nächsten Zahnarztbesuch zumindest mal beraten. Vorbeugen hilft gegen "Bohren".

Locello Redaktion, Antje Allner; Foto: fotolia

(Meldung vom 16.05.2011)

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