Angst vorm Zahnarzt (II)

Selbst die beste Aufklärung des Behandlers hilft natürlich wenig, wenn der Patient schon allein beim Gedanken an den Schmerz der Betäubungsspritze nahezu in Ohnmacht fällt.
Oftmals wissen die Angstgeplagten nicht, dass der Schmerz der Betäubungsspritze eigentlich nicht vom Einstich kommt, sondern vom Druck, mit dem das Anästhetikum ins Gewebe eingespritzt wird. Und eigentlich es auch ziemlich egal – Hauptsache kein Schmerz! Und: Das geht tatsächlich. Mittlerweile ermöglichen computergesteuerte Systeme (z.B. „The Wand“) eine spritzenfreie und wesentlich schmerzfreiere örtliche Betäubung, da das Betäubungsmittel mit konstantem Druck abgegeben werden kann. Außerdem setzt die Betäubung unmittelbar ein. Auch hässliche Bohrergeräusche sind künftig kein Thema mehr: Gebohrt wird nahezu geräuschlos mit Sandstrahlbohrer oder mit Laser. Laser machen übrigens in der Regel sogar die vorherige Betäubung überflüssig. Für extreme Angst-Patienten gibt es zu guter Letzt noch die Möglichkeit, die zahnärztliche Behandlung im Dämmerschlaf oder gar unter Vollnarkose durchführen zu lassen. Ausgewählte Praxen arbeiten sogar mit einer Hypnose-Therapie oder bieten vorab eine Beratung durch einen Oral-Psychologen an. Allerdings bedarf es für all diese tollen Behandlungs-Varianten schon spezieller Zahnarztpraxen, die Sie allerdings mit entsprechenden Suchbegriffen im Internet – und bald auch mit Locello - sehr gut ausfindig machen können.

(Meldung vom 26.03.2009)

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