Studium der Zahnmedizin ohne Abitur – das geht

Zahnmedizin StudiumSie möchten gern Zahnarzt werden, allein es fehlt Ihnen das Abitur? Da haben wir was für Sie: Grundsätzlich bestehen für den Studiengang zur Zahnmedizin an allen Hochschulen in der Bundesrepublik Zulassungsbeschränkungen. Die Vergabe der Studienplätze erfolgt zentral durch die Zentralstelle für die Vergabe von Studienplätzen (ZVS) in Dortmund.

Eine weitere Voraussetzungen für das Zahnarzt-Studium ist der Numerus clausus, der für die sogenannten NC-Studiengänge – zu denen beispielsweise auch die Medizin gehört – jährlich neu definiert werden.

So war es in diesem Jahr möglich, noch mit einem 1,9er Abitur in Brandenburg Zahnmedizin studieren zu können. In Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern musste man mit diesem Durchschnitt allerdings drei Wartesemester nachweisen. An der Berliner Charité wurde nur zugelassen, wer mindestens einen Schnitt von 1,3 nachweisen konnte.

Neben diesen NC-Kandidaten haben theoretisch allerdings auch Nichtabiturienten die Chance, von den Hochschulen direkt zum Studium der Zahnmedizin zugelassen zu werden. Über das sogenannte Auswahlverfahren der Hochschule (AdH) werden nämlich 60 Prozent der Studienplätze vergeben. Grundlage dafür, dass auch Menschen ohne Abitur (Allgemeine Hochschulreife) zum Studium der Heilberufe zugelassen werden dürfen, liegt in der „Verordnung zur Approbation von Tierärztinnen und Tierärzten sowie zur Änderung anderer approbationsrechtlicher Vorschriften“ vom 10. November 1999 (Bundesgesetzblatt I, Seite 2162).

Diese Verordnung beinhaltet unter anderem die Abschaffung der Allgemeinen Hochschulreife als obligatorische Prüfungsvoraussetzung für die Studiengänge der akademischen Heilberufe.

Allerdings können die einzelnen Bundesländer in Eigenregie entscheiden, ob sie auch Nichtabiturienten für die Studiengänge der akademischen Heilberufe zulassen, oder nicht. Möchten Sie also in der Tat einen akademischen Heilberuf ohne Abitur in Angriff nehmen, sollten Sie sich über die Regelungen in dem betreffenden Bundesland informieren. Zur Not tut es vielleicht auch eine Direktbewerbung bei der Hochschule Ihrer Wahl.

(Meldung vom 14.03.2011)

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