Zahnpasta gab es schon bei den alten Griechen

Zahnpasta von DamalsZweimal täglich die Zähne putzen – das gehört heute ganz einfach zum regulären Tagesablauf. Klar – damit das Ganze dann auch noch einen guten Geschmack im Mund hinterlässt und die Zähne auch prima mineralisiert werden, gehört dazu in jedem Fall eine leckere Zahnpasta. Haben Sie schon einmal gelesen, was in den heutigen Pasten so drin ist? Wir haben mal in die
Vergangenheit geschaut...


Ja – auch die alten Griechen und die hübschen Ägypterinnen wussten, dass zu einem perfekten Aussehen in jedem Fall schöne Zähne gehören. O.k. – vielleicht war es aber doch eher der Erhaltungstrieb, der die Menschen der Antike dazu brachte, akribisch auf ihre Zahnpflege zu achten. Schließlich waren Zahnärzte noch extrem rar und der Zahnersatz noch nicht wirklich erfunden. Da stellten fehlende Zähne ganz schnell ein gravierendes Ernährungs-Problem dar.

Wenn wir dann mal schauen, was damals zur Zahnreinigung genutzt wurde, wird es einigen von Ihnen wahrscheinlich leicht anders: Mit Nagetierzähnen, zermahlenen Hufen und Hörnern, Schneckenschalen oder Urin sowie Asche hielten die Menschen damals ihre Zähne sauber, weiß und vor allem möglichst lange gesund und im Mund. Weia! Da erscheint uns Menschen des 20. Jahrhunderts die Chemie aus der heutigen Tube doch wesentlich angenehmer, oder?

Erst ab dem 19. Jahrhundert wurde den oben genannten Stoffen Seife beigemischt – endlich schäumte es im Mund. Nun fehlte lange Zeit allerdings nach wie vor noch der gute Geschmack. Der wurde später dann in Form von Minze oder Menthol hinzugefügt. Übrigens sind Minze und Menthol typisch europäische Geschmacksrichtungen. Die Amerikaner bevorzugen eher Zimt- oder süßes Fruchtaroma.

Unsere modernen Zahnpasten von heute enthalten neben einem Putzkörper aus Kalk oder Silikaten vor allem Wasser, Tenside als Schaumbilder, Verdickungsmittel (meist Johannisbrotkernmehl oder Cellulose), Farb- und Geschmacksstoffe sowie mineralisierende, fluoridierende und antibakterielle Wirkstoffe.

Da nimmt man doch gern zweimal täglich die Bürste mit der leckeren Paste zur Hand und wählt – der Abwechslung halber – aus den gefühlten Hunderten von Zahnpasten die für sich passenden einfach aus. Oder würden Sie lieber mit den alten Griechen tauschen?

Locello Redaktion, Antje Allnner; Foto: fotolia

(Meldung vom 01.03.2011)

Weitere Meldungen der Zahnmedizin:
Zähne sagen mehr als Mode
Kieferorthopädische Behandlung schon bei Kleinkindern?
Mundgeruch – doch geerbt?
Zahnstein und abnehmender Mond
Zahnschmerzen? Der Mondkalender hilft
Zahnpflege – wann lieber nicht?
Erster Besuch beim Zahnarzt prägt
Alternative für Angstpatienten: Hypnose beim Zahnarzt
Unsere Zunge – der Geschmacks-Weltmeister
Kleine Kräuterkunde für die Mundhygiene