Detailarbeit: Pflege der Zahnzwischenräume

Ihr Zahnarzt sagt bestimmt, Sie sollten regelmäßig Ihre Zahnzwischenräume reinigen – mit Zahnseide oder speziell hierfür entwickelten kleinen Bürstchen. Und da sind sie wieder – die Fragen über Fragen...
Sollte ich Zahnseide mit oder ohne Wachs wählen, vielleicht mit Pfefferminzgeschmack oder gar mit Flouriden getränkt? Extra dünn oder extra „flossig“ breit? Hier kann Sie der Behandler Ihres Vertrauens bestens beraten – denn er kennt Ihre Zahnsituation sehr genau und wird Ihnen das Beste an die Hand geben und Ihnen auch gern die richtige Fädel-Technik zeigen. Denn Fakt ist, dass mit Bürste lediglich etwa 70 Prozent des Zahnes gereinigt werden können. Daher macht der Einsatz der Zahnseide schon allein vom Kopf her Sinn. Allerdings gibt es bisher keinen wissenschaftlich fundierten Nachweis, dass durch das Fädeln tatsächlich Karies oder Parodontose verhindert werden können. Aber hier spielt ganz stark der sogenannte „common-sense“ hinein. Die menschliche Logik dazu geht so: Da Zahnbelag Karies und Zahnfleischerkrankungen auslösen kann, und man mit Zahnseide Beläge von Zähnen entfernen kann, verhindert deren Gebrauch sicherlich auch solche Erkrankungen. Klar, oder? In jedem Fall ist es hilfreich, nach jeder Mahlzeit den Mund mit Wasser gründlich auszuspülen. Wenn man das Wasser kräftig durch die Zähne drückt, gehen allein durch diese Minimal-Maßnahme schon mal viele Speisereste der Zahnzwischenräume „schwimmen“. Denn: Wer fädelt schon gern auf der betriebseigenen Toilette?

(Meldung vom 25.03.2009)

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