Zahnarzt ohne Grenzen

Ärzte ohne Grenzen sind mittlerweile wohl allen ein Begriff: Sie ziehen aus, um in extrem armen Regionen der Welt den notleidenden und kranken Menschen dort ihre kosten- und selbstlose Hilfe zukommen zu lassen. Etwas weniger bekannt ist da die Stiftung „Zahnärzte ohne Grenzen“ (Dentists Without Limits), die ebensolches Gutes in Sachen Zahn und überall dort tut, wo Not im Mund herrscht.

Die Stiftung „dentists without limits“ (DWLF) hat in zahlreichen Ländern der ganzen Welt wie beispielsweise der Mongolei, Nepal, Sri Lanka, Sambia aber auch in Rumänien, mittlerweile mehr als 20 sogenannter Zahnstationen errichtet. In diesen Zahnstationen können nicht nur fachgerecht die bedürftigen Menschen zahnärztlich und natürlich kostenfrei behandelt werden, sondern auch die eingereisten Zahnärzte in Wohnungen für bis zu vier Personen leben. Koordiniert wird das Ganze in Zusammenarbeit des DWLF mit dem Bundes-Gesundheitsministerium.

Um sich auf den schweren Weg in Regionen zu machen, in die kaum ein Fremder, geschweige denn ein Zahnarzt kommt, benötigen die hilfswilligen Zahnärzte neben Mut und Abenteuerlust natürlich vor allem Material, wie Zahnbürsten und Zahnpasten. Aber auch andere – für uns Mitteleuropäer - ganz selbstverständliche Dinge, wie beispielsweise Seife – stehen ganz weit oben auf der Liste. Von der Geldknappheit derartiger Hilfsprojekte brauchen wir ja gar nicht erst zu sprechen.

Häufig starten die engagierten Dentisten hierfür in ihrer Praxis und/oder der Nachbarschaft Spendenaktionen, um das nötige Kleingeld oder aber Sachspenden zusammen zu bekommen. Die Medizintechnik nehmen sie natürlich komplett von zu Hause aus mit. Aber auch hier ist Fantasie oder Improvisation häufig gefragt. Denn nicht selten fehlt es vor Ort an der erforderlichen Stromversorgung für die Geräte. In diesem Fall müssen dann eben einfach die guten alten Handgerätschaften wieder zum Einsatz kommen.

Haben wir Ihr Interesse für diese tolle Arbeit der ehrenamtlichen Zahnärzte geweckt? Möchten Sie vielleicht etwas spenden? Dann sprechen Sie doch einfach Ihren Zahnarzt einmal auf das Thema an. Oder aber Sie wenden sich direkt an die DWLF. Da erfahren Sie, wie und wohin Sie beispielsweise Ihr altes Zahngold schicken können oder wo Sie Ihre Geldspende loswerden können.

Übrigens werden natürlich vor allem auch immer wieder hilfswillige Zahnärzte und Zahnarzt-AssistentInnen gesucht, die ausziehen, um Gutes zu tun. Wenn Sie als Zahnarzt oder Zahnarzt-Assi helfen wollen, finden Sie auf der oben genannten Seite in jedem Fall einen Überblick über die Voraussetzungen und natürlich auch kompetente Ansprechpartner.

Locello Redaktion, Antje Allner; Foto: fotolia

(Meldung vom 13.07.2010)

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