Ganzheitliche Zahnmedizin, ein Überblick

Ganzheitliche und schonende Therapien im Krankheitsfall sind mittlerweile absolute Trends. Wer heute mit gesundheitlichen Problemchen kämpft, greift lieber erst einmal in die homöopathische Box oder wirft einen Blick auf den Mondkalender, bevor die chemischen Hämmer der Pharmaindustrie in oder an den Körper kommen. Genau dieser Trend setzt sich mittlerweile Stück für Stück auch in zahlreichen Zahnarzt-Praxen durch.

Mittlerweile kann sich auch eine alt eingesessene schulmedizinische Zahnarztpraxis kaum noch den natürlichen Heilverfahren gegenüber verschließen. Der aufgeklärte Patient fragt gezielt nach schonenden Behandlungsmethoden mit möglichst geringen Nebenwirkungen.

So ist es mittlerweile fast gang und gäbe, dass in der Zahnarztpraxis homöopathisch mit Globuli oder pflanzlichen Tinkturen behandelt wird. Vor allem bei der Amalgamsanierung setzt man ganz stark auf die entgiftenden Ausleitungsverfahren der Naturheilkunde.

Im Bereich der Schmerztherapie kommt auch beim Zahnarzt verstärkt die Akupunktur oder die Bioresonanztherapie statt der Betäubungsspritze zum Einsatz. Bei Kiefergelenksproblemen und Knirschern wird gern auf die Kinesiologie – die Bewegungslehre – als alternativmedizinische Behandlungsmethode zurückgegriffen. Mit ihrer Hilfe werden Dysbalancen der gesamten Körpermuskulatur aufgespürt, die auch für die „Verspannungen“ im Kieferbereich verantwortlich gemacht werden.

Den Parodontitis-Patienten werden neben der professionellen Zahnreinigung und der anschließenden Entfernung der tiefen Taschenbeläge gern orthomolekulare Therapien (Gabe von Vitaminen und Spurenelementen) angeboten, die den Heilungsprozess maßgeblich beschleunigen können.

Bei Zahnschmerzen unklarer Ursache oder nach einem größeren Eingriff wird inzwischen gern auf die Neuraltherapie zurückgegriffen. Hierbei werden an mehreren Stellen Lokal-Anästhetika gesetzt, die den Krankheitszustand positiv beeinflussen können.

Grundsätzlich stellt die Ganzheitliche Zahnmedizin – wie auch die Naturheilkunde – den gesamten Menschen in den Mittelpunkt und blickt nicht mehr nur auf den „Krankheitsfall Mund- und Kieferraum“. Nach ihrer Auffassung sind die Zähne und der Kiefer Teile des menschlichen Skeletts und stehen daher mit vielen anderen Teilen des Körpers in einer Wechselwirkung. Eine losgelöste Betrachtung des reinen Mund- und Kieferraumes kann daher keinen Behandlungserfolg erzielen.

Die Ganzheitliche Zahnmedizin weist sogar jedem Zahn einen Bezug zu einem bestimmten Organ zu. So können vordere Knieprobleme beispielsweise mit einem bisher nicht entdeckten Defekt der oberen 7+ oder 6+ Zähne, beziehungsweise der unteren 4+ und 5+ Zähne zusammenhängen. Blasenprobleme hingegen weisen eher auf die oberen oder die unteren 1+ und 2+ Zähne hin.

Neugierig geworden? Dann fragen Sie beim Ihrem nächsten Zahnarzt-Besuch doch einfach mal nach den alternativen ganzheitlichen Zahnbehandlungs-Varianten. Sicher wird Ihr Zahnarzt Ihnen hierzu gern mehr erzählen.

Locello Redaktion, Antje Allner; Foto: fotolia

(Meldung vom 09.07.2010)

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