Zahnärztlicher Kinderpass

Der Zahnärztliche Kinderpass ist eigentlich eher ein Kinder-Heftchen. Herausgegeben wird dieses aus Zahnsicht überaus wertvolle Dokument von den Landeszahnärztekammern. In Bayern ist hierfür beispielsweise das Referat Prophylaxe der Bayerischen Landeszahnärztekammer zuständig. Bereits in 2001 wurden Exemplare des Passes an alle dortigen Zahnärzte, Kinderärzte, praktischen Ärzte, Gynäkologen und Hebammen geschickt, sowie per Pressemitteilung die Lokalpresse informiert.

Das Heftchen enthält alles Wissenswerte rund um die Zahngesundheit – angefangen bereits während der Schwangerschaft: Verstärkte Mundhygiene und mindestens zwei Zahnarztbesuche pro Jahr, Vermeidung der Übertragung von Kariesbakterien der Mama auf das Kind (Nuckel und Löffel nicht abschlecken), Einsatz der richtigen Sauger, strenge Zurückhaltung bei zuckerhaltigen Getränken und Lebensmitteln und vieles, vieles mehr.

Auch generelle Informationen zur Entwicklung der Milchzähne sowie praktische Tipps zur richtigen und regelmäßigen Pflege bereits beim ersten Zähnchen fehlen nicht.

Die meisten dieser Heften haben zudem eine Übersicht zu den wichtigsten Untersuchungsterminen. So sollte eine gute Prophylaxe bereits im dritten Schwangerschaftsmonat mit einer zahnärztlichen Kontrolle beginnen. Oft können in einer beigefügten Tabelle bereits im voraus sämtliche Termine mit dem Zahnarzt ausgemacht werden. Der zweite Besuch beim Zahnarzt folgt spätestens im achten Monat der Schwangerschaft.

Ist der kleine Mensch dann auf der Welt, sollte bereits ab dem sechsten Lebensmonat der erste Zahnarztbesuch auf dem Programm stehen. Der zweite folgt ab dem 20zigsten Lebensmonat. Danach endet der zahnärztliche Kinderpass und die Eltern sollten eigenständig daran denken, nicht nur sich selbst, sondern auch dem Mini halbjährlich auf den Zahn fühlen zu lassen.

Wir meinen: Eine gute Sache dieser Zahnärztliche Kinderpass. Schade nur, dass er sicherlich vielen werdenden Eltern gar nicht bekannt ist. Also: Auf Ihr Zahnärzte – legt das Heftchen in den Wartezimmern aus und weist Eure schwangeren Patientinnen darauf hin. Schließlich geht es zum einen um Eure künftigen Patienten zum anderen natürlich vor allem um gesunde Zähne von Anfang an.

Locello Redaktion, Antje Allner; Foto: fotolia

(Meldung vom 25.06.2010)

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