Zahngesunde Ernährung – geht das?

Die einen sagen, man soll viel Obst und Gemüse essen. Die anderen meinen, der Glyx-Faktor muss stimmen. Egal, wie man es dreht und wendet: In Zeiten, wo Tipps zur gesunden Ernährung uns mindestens einmal im Monat sogar in der Tageszeitung präsentiert werden, ist es gar nicht so einfach, die gesunde - vor allem für einen persönlich passende - Ernährung zu finden. Was die Fachleute zur „zahngesunden“ Ernährung meinen, können Sie allerdings hier lesen:

Ernährungswissenschaftler und Zahnärzte haben sich nämlich zusammengesetzt und eine Hitliste der zahngesunden Ernährung erstellt.

Ganz oben auf dieser Hitliste stehen – wer hätte das gedacht - Lachs und Käse. Lachs sowie andere Fischsorten auch, enthalten hohe Mengen an Fluor, welches ja als Karies vorbeugendes Spurenelement bekannt ist. Fluor ist zudem reichlich in schwarzem wie auch grünem Tee enthalten. Gönnen Sie sich also immer wieder ein frisches Stück Seefisch in Kombination mit einem heißen Becher Tee. Dann klappt das mit der Fluorid-Versorgung fast von allein.

Käse hingegen enthält einen sehr hohen Anteil an Kalzium und Phosphaten, die in Kombination mit dem ebenfalls enthaltenen Protein Kasein die Remineralisierung des Zahnschmelzes hervorragend unterstützen.

Die Selbstreinigung der Zähne sollte man mit Vollkornprodukten anregen. Diese müssen schlichtweg mehr gekaut werden, als Weißmehl-Artikel. Dadurch wird die Speichelproduktion angeregt und die in der Nahrung enthaltenen Säuren besser neutralisiert.

Nicht so toll finden die Zahnfachleute häufiges Obst auf unserem Speiseplan. Die in ihm enthaltenen Säuren greifen den Zahnschmelz an und gelten daher als Karies fördernd. Eine Ausnahme gibt es allerdings: Den Apfel. Er gilt als zahnreinigend, da auch sein Genuss den Speichelfluss immens anregt und damit die Säuren neutralisiert.

Aus zahnmedizinischer Sicht ein absolutes „NoGo“ ist zum einen Honig, zum anderen sämtliche zuckersüßen (und manchmal noch dazu sauren) Getränke und Süßigkeiten. Honig klebt an den Zähnen fest und kann daher sein Karieswerk in aller Ruhe erledigen. Mit Eistee, Limo, Zucker-Bonbon und –Kaugummi sieht das nicht besser aus. Wobei die Kombination von Zitronensäure mit Zucker (im Eistee) den echten overkill darstellt.

Wer also auf die süßen Verführungen nicht verzichten kann, sollte sich angewöhnen, seine Menge „Süßis“ auf einen Schlag zu verzehren und anschließend gründlich die Zähne reinigen oder zumindest den Mund gründlichst ausspülen. Ein Verteilen über den ganzen Tag bedingt, dass in der Regeln nicht direkt die Zähne geputzt werden und damit der Kariesbildung Tür und Tor geöffnet sind.


Locello Redaktion, Antje Allner; Foto: fotolia

(Meldung vom 16.02.2010)

Weitere Meldungen der Zahnmedizin:
Hört, hört: Mit den Zähnen hören – das geht demnächst
Fluoride für Kinderzähne – Wie viel braucht eine Kinderzahnpasta?
Neues gegen Zahnstein und Mundgeruch!
Behandlung beim Zahnarzt: Plasma-Strahl statt Bohrer?
Zahnpasten unter der Lupe
„No sports“ wäre häufig das beste Motto für die Zähne
Schon wieder der Mond: Diesmal Zahnsteinentfernung und Mundhygiene
Mondwissen rund ums Zähneziehen
ZahnErsatz- oder ZahnZusatz-Versicherung?
Erste Hilfe-Tipps für Zahn-Notfälle