Kronentypen – ein Überblick

Zirkuskrone, Kaiserkrone oder Zacken in der Krone – alles unwichtig, geht es um zahnärztliche Themen und Probleme. Wir wollen hier nicht über niedliche Prinzessinnen, die hässliche Kröten zu hübschen, kronentragenden Prinzen küssen sprechen. Schauen wir uns lieber die Kronen an, die früher oder später bei vielen Bundesbürgern einmal den einen oder anderen, altersgeschundenen Zahn deckeln. Vollgusskronen sind aus einem Stück gegossen. Sie sind überaus langlebig, haben sich in der Praxis bewährt und sind vergleichsweise günstig. Ihr Nachteil liegt in der goldenen Farbe, die nun wirklich nicht jedem gefällt. Entscheiden Sie sich dennoch für dieses Kronenexemplar, sollten Sie sich möglichst hochwertige Goldlegierungen einbringen lassen. Denn: Je unedler die Legierung, desto größer die Gefahr von hässlichen Verfärbungen und desto schlechter auch oft die Qualität der Krone. Allerdings bedingen höherwertige Legierungen auch höhere Kosten. Aber die Mehrkosten von 50 bis 100 Euro sind sicherlich gern gezahlt, wenn die Krone nachhaltig schön aussieht und perfekt hält. Kunststoff-Verblendkronen diese eigentlichen Vollgusskronen werden zusätzlich noch mit einer zahnfarbenen Verblendung (in der Regel aus Kunststoff) auf der sichtbaren Zahnseite „verkleidet“. Die Verblendungen sind gut belastbar, können im Notfall auch repariert werden und sind kostenmäßig noch erschwinglich. Allerdings ist meist noch die glänzende Kaufläche sichtbar. Wird günstiger Kunststoff verwendet, kann sich dieser verfärben und durch zu starkes Schrubben beim Zähneputzen sogar abgetragen werden. Auch hier gilt: Qualität ist durch nichts zu ersetzen, hat allerdings auch ihren Preis. Verblendmetallkronen (VMK) sind Vollgusskronen, die entweder mit zahnfarbenem Kunststoff oder farblich passendem Keramik überzogen werden. Ist nur eine Zahnfläche verkleidet, nennt man das ganze eine Facette. Früher sind bei Kunststoff-Verblendungen oft hässliche Verfärbungen und größere Abnutzungen als bei den damals wesentlich teureren Keramikverblendungen aufgetreten. Heute haben sich beide Materialien sowohl in der Haltbarkeit als auch in der Ästhetik und im Preis einander genähert. Keramikkronen (Porzellankrone) haben keinerlei Metallgerüst, sondern bestehen vollkommen aus Keramik. Bekannteste Vertreter dieser Art sind die wohlbekannten Jacketkronen. Keramikkronen sehen nicht nur viel natürlicher aus. Im Vergleich zu den Metall-Ausführungen leiten sie auch wesentlich geringer die Wärme. Außerdem stellen sie für Allergiker quasi die einzige Möglichkeit einer Kronenlösung dar, da Keramik keine Irritationen in dieser Hinsicht auslöst. Leider muss der Zahn für diesen Kronentyp wesentlich stärker beschliffen werden, da Keramik eine dickere Wandstärke benötigt, als Metall. Und außerdem sind sie auch noch richtig teuer, da ihre Herstellung aufwändiger ist. Mittlerweile gibt es Jacketkronen auch schon in Kunststoffausführung. Sie sind dann zwar erschwinglicher, dafür aber auch längst nicht so langlebig. Galvanokronen bei dieser Kronenart wird fast reines Gold galvanisch auf ein Modell aufgetragen. Diese Goldschicht ist dünn und weich und schmiegt sich perfekt dem Zahnstumpf an. Über diese feine Schicht kommt dann noch eine Verblendung aus Spezialkeramik. Diese absolut schicke Kronenlösung ist leider extrem teuer. Außerdem kann der dünne, weiche Goldrand bei einer Mundhygienesitzung leicht beschädigt werden. Stiftzahnkronen sind sozusagen der letzte „Notnagel“, bevor ein Zahn ganz verloren geht. Bei dieser Kronenvariante wird ein Stift (entweder gegossen oder als vorgefertigter Stift) in der Zahnwurzel verankert und anschließend mit einer Keramikverblendung versehen. Allgemein ist diese Versorgung relativ teuer und wird wirklich nur als „Notnagel“ eingesetzt.

(Meldung vom 09.12.2009)

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