Die „Dritten“ gehören nicht auf das Tablett

"Vom 4. bis 7. November fand der alljährliche Zahnärztetag – diesmal in München als Kongressort – statt. Zu Fachvorträgen, Workshops und auch zum abschließenden geselligen Abschlussabenden traf sich die zahnmedizinische Fachwelt aus Zahnärzten, Parodontologen, Zahntechnikern und Kieferorthopäden, aber auch das zahnärztliche Fachpersonal und Studenten zum diskutieren, informieren und zur beruflichen Fortbildung. Eine umfangreiche Dentalausstellung begleitete die Veranstaltung im Internationalen Congress Center (ICM) in München. Das vielfältige wissenschaftliche Programm umfasste nahezu alle Bereiche der modernen Zahnheilkunde und zeigte vor allem „die Geschlossenheit des Berufsstandes“. Anlässlich des Deutschen Zahnärztetages in München, der die gemeinsamen Interessen von Standespolitik, Praxis und Wissenschaft in der Zahnmedizin repräsentiert, begrüßen die Bundeszahnärztekammer (BZÄK), die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV) sowie die Deutsche Gesellschaft für Zahn, Mund- und Kieferheilkunde (DGZMK) das im Koalitionsvertrag bekräftigte Bekenntnis zur Freiberuflichkeit des Zahnarztes, fordern aber gleichzeitig baldiges Handeln bei den Novellierungen der Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ) und der Approbationsordnung Zahnmedizin, der Angleichung der Ost- Honorare an das West-Niveau und der Aufhebung der Budgets sowie der Vereinfachung der Kostenerstattung. Die Zahnärzte waren in der Vergangenheit verärgert über die Politik, die in den letzten Jahren kaum auf ihre berechtigten Forderungen zu mehr Selbstverantwortung und Selbstverwaltung reagiert hat. Vielmehr wird der Berufsstand „Zahn und alles was dazu gehört“ durch gesetzliche Vorgaben nahezu drangsaliert, ein Mindestmaß an Fortbildungen pro Jahr zu absolvieren. Die hohe Zahl der bisherigen Anmeldungen zeige, dass in dieser Hinsicht ein Fortbildungsgebot wohl mehr als überflüssig erscheint. Hier sind sich die Veranstalter, die Bundeszahnärztekammer (BZÄK), die Deutsche Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (DGZMK), die Deutsche Gesellschaft für Parodontologie (DGP), die Deutsche Gesellschaft für Zahnärztliche Prothetik und Werkstoffkunde (DGZPW) und die Bayerische Landeszahnärztekammer (BLZK) in jedem Fall absolut einig. Sie sind davon überzeugt, dass in Deutschland eine starke berufsständische Selbstverwaltung in enger Verbindung mit Forschung und Wissenschaft viel eher zum Erhalt und Ausbau der Zahlheilkunde auf höchstem Niveau beitragen kann, als jegliche gesetzliche Vorgaben. Die gemeinsame Presseerklärung von BZÄK, DGZMK und KZBV zum Deutschen Zahnärztetag 2009 finden Sie hier."

(Meldung vom 13.11.2009)

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