Wissen Sie, was ein Zahntechniker alles leisten muss?

Den Zahntechniker, der Ihnen die letzte Krone „gebaut“ hat, die so ganz hervorragend zu Ihren übrigen Zähnen passt, den haben Sie mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit noch nie zu Gesicht bekommen. Ein Grund mehr, diesem tollen Beruf mal etwas genauer auf die Finger zu schauen. Zahntechniker ist ein anerkannter Handwerksberuf. Die Ausbildung dauert in der Regel 3 ½ Jahre, kann bei sehr geschickten Auszubildenden aber auch verkürzt werden. Im Zuge der Ausbildung hat der angehende Zahntechniker vor dem Ende des zweiten Lehrjahres eine Zwischenprüfung, zum Ende der Lehrzeit eine Gesellenprüfung abzulegen. Beide Prüfungen erfolgen sowohl in schriftlicher, als auch in praktischer Form. Im Berufsalltag fertigt ein Zahntechniker neben prothetischen Dingen wie Brücken, Inlays, Implantaten und Kronen auch kieferorthopädische Gerätschaften und spezielle Schienen für Kieferbruch- oder Parodontose-Patienten. Hierbei bietet sich ihm eine breite Palette an einsetzbaren Materialien: Gipse und verschiedene Kunststoffe, Metalle und Edelmetalle oder natürlich auch Keramiken und Wachse. Neben der eigentlichen Fertigung der kiefergerechten Präzisions-Stücke sind Reparaturarbeiten an der Tagesordnung. Um diese kleinen und perfekt hergestellten Gerätschaften für Zahnersatz oder Kieferregulierung fertigen zu können, bedarf es sowohl eines sehr ausgeprägten handwerklichen, als auch eines immensen kosmetischen Geschicks. Handwerklich, da es in der Regel überaus knifflige, feine Gebilde sind, die aus der Hand des Zahntechnikers geschaffen werden. Mittels zahlreicher Techniken – Gießen, Brennen, Modellieren, Fräsen, Schleifen, Polieren etc. – kann schließlich das perfekte Endprodukt hergestellt werden. Kosmetisch, weil auch stets die ästhetische Seite von Farbe über Form in Ihrem Mund am besten dreihundert Prozent stimmen sollte. Von der Geduld, der Kreativität und der Freude am Ausprobieren von neuen Dingen und natürlich der Bereitschaft, sich permanent weiterzubilden, einmal ganz abgesehen. Verstärkt werden in den Labors mittlerweile auch computerunterstützte Systeme eingesetzt. Sie können dem Techniker diverse Arbeitsschritte zwar erleichtern oder vereinzelt auch optimieren – die individuelle Handarbeit und Fertigung können sie ihm bislang aber nicht abnehmen. Ein Zahntechniker der Neuzeit ist übrigens nicht nur in seinem Labor „vergraben“. Immer häufiger gehen die Technik-Profis direkt in die Praxen und beraten sowohl den Zahnarzt als auch den Patienten direkt vor Ort. Suchen Sie noch nach Ihrem künftigen Job? Vielleicht wäre Zahntechniker ja eine Option? Näheres über die Ausbildung und die Arbeit eines Zahntechnikers finden Sie unter http://www.muffel-forum.de (Die Community der Zahntechniker).

(Meldung vom 11.11.2009)

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